Ankündigungen
November – Dezember 2026
KLEINE SCHÄTZE –
30 JAHRE KUNSTRAUM DORISSA LEM
Skulptur und Zeichnung
Vernissage:
Sonntag, 15. November, 17 Uhr
Dr. Jasmin Grande, Geschäftsführerin des Instituts „Moderne im Rheinland“ der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, führt ein Gespräch mit Dorissa Lem.
Der Kontrabassist Jonas Gerigk gestaltet den musikalischen Rahmen.
Öffnungszeiten: mittwochs 16 – 18 Uhr und gerne nach Vereinbarung
Dauer der Ausstellung:
15. November bis 13. Dezember

Foto: Paul Bonn

„Beim Skulptieren lege ich im Holz Schichten frei, indem ich von außen nach innen arbeite, es ist eine Reise zum Kern im Dialog mit dem Material. Gelegentlich habe ich mit Fundstücken gearbeitet, die ich formal wenig verändert sondern vielmehr entdeckt und inszeniert habe („Natur-Denk-mal“). Meine Skulpturen laden dazu ein, be-griffen zu werden. Berührung und Berührbarkeit sind mir wichtig: Nähe, Wärme, Stabilität. Auch musikalisches Erleben, überhaupt Klänge, wirken in meine Arbeit hinein, was sich in Titeln niederschlägt (Klangstele).“
Dorissa Lem
„Oft sind es viele Schichten, die zum Bild führen, dabei geht es mir um die Durchdringung der Ebenen. Diese Arbeit mit dem Spachtel geschieht mit starkem Körpereinsatz, ist auch eine Art „Bildhauerei“. Mich interessiert der Prozess, in dem schließlich Farbe und Struktur eine pulsierend-lebendige Synthese eingehen. Musikerleben spielt auch hier in meine Arbeit herein – Klangfarben im Wortsinn. Malschichten aufzutragen und wieder abzukratzen, hat gleichsam archäologischen Charakter: freigelegte ältere Schichten zeigen immer Spuren der später hinzugekommenen, dadurch haben sie sich verwandelt. Auch die biografischen Ereignisse sehen wir aus dem Hier und Jetzt … schließlich durchdringen sich die Ebenen zu einem komplexen Ganzen, hier wie dort.“
Dorissa Lem
