DORISSA LEM – SKULPTUR
 

LABYRINTH-GÄNGE


SPIEL-RAUM-Ensemble
im KunstRaum


20. / 21. Juli 2007
Ensemble SpielRaum
LABYRINTH-GÄNGE

Der klassische Mythos erzählt die Geschichte aus der Sicht der Athener. Danach ist der Minotaurus ein Zwitter aus Mensch und Tier, ein menschenfressendes Ungeheuer, das aus der Verbindung von Ariadnes Mutter mit einem Stier hervor gegangen ist. Athenische Mädchen und Jünglinge werden von dem kretischen König als Tribut gefordert und dem Minotaurus als Opfer übergeben.

Der athenische Held Theseus geht allein ins Labyrinth und tötet den Minotaurus. Das Fadenknäuel, das die kretische Königstochter Ariadne ihm gibt, hilft ihm beim Weg durch das Labyrinth.

Ariadne flieht mit Theseus und wird von ihm auf der Insel Naxos allein zurückgelassen. Dort zeigt sich der Gott Dionysos als der ursprünglich für Ariadne bestimmte Gemahl.

Aus kretischer Sicht geht die Gestalt des Minotaurus auf den Himmelsgott Asterios zurück, der im Sternbild des Stiers versinnbildlicht ist.

Wahrscheinlich trug der gewählte kretische König eine Stiermaske und wurde in der Mitte des Labyrinths von der Königin in seiner Rolle bestätigt.

Das Labyrinth war wahrscheinlich ein Platz für Mysterienspiele zu den Menschheitsthemen Heilige Hochzeit, Geburt und Tod.

Text: Barbara Butscher
Gisela Augner
Gisela Augner
Dorissa Lem
Dorissa Lem
Die Spielerinnen greifen den antiken Mythos auf und rücken die Figur der Ariadne in den Mittelpunkt des Geschehens: in vier Varianten entwickeln sie Bilder selbstbestimmter weiblicher Identität.

Herta Wegner
Herta Wegner
Herta Wegner

Ariadne ergreift das Stiergehörn, es symbolisiert eine kosmische Qualität. Sie initiiert sich in ihre Kraft.
Herta Wegner - Foto: Rotraud Schiele
Herta Wegner - Gisela Augner: der Kampf zwischen Theseus und dem Minotaurus
Der Kampf zwischen Theseus und dem Minotaurus
Herta Wegner - Gisela Augner - Foto: Rotraud Schiele

Brigitte Fischer - Herta Wegner

Brigitte Fischer - Herta Wegner
Foto: Rotraud Schiele