DORISSA LEM – SKULPTUR
Resonanzen am Labyrinth

Ausstellung in der Christuskirche Köln, Herwarthstr.

Vom 10. bis 28. September 2006

Im Rahmen des evangelischen Kirchentages:
vom 07. bis 17. Juni 2007
Poster zur Einladung der Ausstellung "Resonanzen am Labyrinth"
 

Resonanzen am Labyrinth
Resonanzen am Labyrinth

Dorissa Lem, Werkreihe "Fruchtkern", Nussbaum 2002 - 2006
Karin Meinel: Werkreihe: "land - e - scapes"

Eröffnungsrede Frau Dr. Gabriele Uelsberg
Foto: Rotraud Schiele
Im Jahr 2005 präsentierte die Künstlerinnengruppe Kunst in Resonanz ihre Ausstellung Kleine Tempel. Aus dem Umkreisen der Mitte und der Annäherung an das Unbegreifliche erwuchs das Konzept für einen sakralen Raum, für diesen Ort , die Christuskirche in der Herwarthstrasse, Köln. Dort befindet sich das einzige begehbare Labyrinth in einer Kirche in Deutschland. Es geht zurück auf die Kathedrale in Seins, Frankreich. Der Weg durch das Labyrinth führt in langsamen Umkreisungen stetig auf das Zentrum zu und wieder hinaus. Es gibt nur einen Weg - das Labyrinth ist kein Irrgarten. Dieses Symbol gehört zu den ältesten Zeichen der Menschheit.
Frau Dr. Gabriele Uelsberg vom Rheinischen Landesmuseum in Bonn erläutert in Ihrer Einführungsrede das Spannungsfeld und die Resonanzen, die durch das Zusammenwirken der drei Künsterinnen entstehen.


Die Ausstellung bringt drei Hauptaspekte ins Spiel:
   -   das zentriert in sich Versammelte
   -   die Bewegung, das Strömende
   -   die offene Weite.


"Resonanzen am Labyrinth"
"Resonanzen am Labyrinth"  Foto: Herby Sachs

 

Petra Genster zeigt im Altarraum die Beredsame Bildwirkerei,einen Wandteppich mit mythischen Motiven, der die Begegnung mit dem Schatten auf der "Seelenreise" aufgreift. Ihre Schoschana ist ein archaisches , mit Menschenhaar bedecktes Schalenobjekt, das Kreis - Gefäß, die Rose der Mitte.

Die Holzskulpturen von Dorissa Lem sind Wegmarken auf dem Boden des Labyrinths. Ihre Fruchtkerne sind wie reife Samen, Keime des Neuen, die das Unfassbare umschließen und in vielerlei Gestalt erblühen können.

Die land -e- scapes von Karin Meinel eröffnen den Blick auf das Ganze. Ihre großformatigen Ölbilder, Aufsichten auf imaginäre Landschaften, lassen das Auge mehrere Horizonte erwandern, in Räume , Zeiten und Geschwindigkeiten eintauchen. Das Konkrete im Abstrakten und das Abstrakte im Konkreten erfahren. Die Arbeiten Blick über den Horizont führen an die Linie zwischen Himmel und Erde an die Grenze zwischen dem Diesseitigen und dem, was Jenseits ist.